Transkript
Wir haben Sitemaps bereits in einem früheren Video kurz angesprochen, als wir darüber gesprochen haben, wie der Googlebot Seiten entdeckt. In dieser Lektion schauen wir uns das Thema jedoch deutlich genauer an.
Wir klären, was Sitemaps genau sind, welche verschiedenen Arten es gibt, wie sie bei der Indexierung helfen und wie man sie bei Google einreicht.
Auch wenn sie besonders für grössere Websites wichtig sind, können selbst kleine Seiten stark davon profitieren. In vielen Fällen ist eine Sitemap sogar eine der einfachsten Möglichkeiten, die Chancen zu erhöhen, dass Ihre Seiten gefunden und indexiert werden.
Sie ersetzt zwar keine saubere interne Verlinkung, dient aber als klare Orientierung für Suchmaschinen. Deshalb sollten Sie diese Lektion auf keinen Fall überspringen.
Eine XML Sitemap ist eine Datei, die auf Ihrer Website liegt und Suchmaschinen eine strukturierte Liste Ihrer Seiten liefert. Sie zeigt den Suchmaschinen, wo sich Ihre Seiten befinden und wann sie zuletzt aktualisiert wurden. Dadurch können sie die Struktur Ihrer Website besser verstehen und entscheiden, welche Seiten sie crawlen und erneut prüfen sollen.
Diese Sitemaps sind speziell für Suchmaschinen gedacht und nicht für Nutzer. Tatsächlich werden die meisten Besucher eine XML Sitemap nie sehen, es sei denn, sie suchen gezielt danach.
XML Sitemaps helfen Suchmaschinen dabei, Seiten zu entdecken, die über normale Links schwer zu finden sind. Dazu gehören neue Seiten und Seiten, auf die noch keine Links verweisen, sogenannte verwaiste Seiten.
Sitemaps verbessern auch die Effizienz des Crawlings. Da Suchmaschinen keine unbegrenzten Ressourcen haben, hilft alles, was ihnen Ihre Website klarer macht, ihre Arbeit deutlich zu erleichtern.
Eine Sitemap enthält auch Informationen darüber, wann eine Seite zuletzt aktualisiert wurde. Wenn Suchmaschinen eine Änderung erkennen, kann das dazu führen, dass diese Seiten erneut gecrawlt werden und die gespeicherten Daten im Index aktualisiert werden.
Welche Art von Sitemap Sie verwenden, hängt davon ab, wie Ihre Website aufgebaut ist und wie oft sie sich verändert. Eine statische Sitemap ist eine Datei, die Sie manuell aktualisieren müssen. Jedes Mal, wenn Sie eine Seite hinzufügen, entfernen oder ändern, müssen Sie diese Datei selbst anpassen und erneut auf den Server hochladen.
Eine dynamische Sitemap hingegen wird automatisch erstellt, meist über ein Plugin oder direkt durch Ihr Website System. Sie aktualisiert sich selbst, sobald sich Inhalte auf Ihrer Website ändern, ohne dass Sie etwas manuell tun müssen.
Sie können also Seiten hinzufügen, entfernen oder ändern, und diese werden automatisch in Ihrer XML Sitemap berücksichtigt. Wie Sie sich vorstellen können, sind statische Sitemaps oft zeitaufwendig, besonders bei grösseren Websites, auf denen sich Inhalte häufig ändern. Zudem können sie zu Problemen bei der Indexierung führen, wenn sie nicht aktuell gehalten werden.
Trotzdem gibt es Situationen, in denen sie sinnvoll sind. Zum Beispiel bei kleinen Websites, die sich selten ändern, oder bei bestimmten Bereichen einer Website, in denen eine Automatisierung nicht praktikabel ist.
Wenn Ihre Website mit einem CMS wie WordPress, Shopify, Drupal oder Magento erstellt wurde, gibt es fast immer Plugins, mit denen Sie eine dynamische XML Sitemap erstellen können. In den meisten Fällen ist das die beste Lösung, da der Prozess automatisiert wird und Sie keinen manuellen Aufwand haben.
Sobald Ihre Sitemap erstellt ist, müssen Sie den Suchmaschinen mitteilen, wo sie zu finden ist. Das schauen wir uns jetzt an.
Beginnen wir mit Google. In einer früheren Lektion haben wir die Google Search Console eingerichtet.
Falls Sie das noch nicht gemacht haben, gehen Sie zurück und richten Sie sie ein. Danach sehen Sie einen Bericht wie diesen und können links auf „Sitemaps“ klicken.
Dort sehen Sie den Bereich „Neue Sitemap hinzufügen“ mit Ihrer Domain und einem Feld, in das Sie den Sitemap Pfad eingeben. Sie müssen nur den Teil nach dem Schrägstrich eingeben. In meinem Fall wäre das sitemap_index.xml.
Fügen Sie diesen ein und klicken Sie auf „Senden“. Damit ist Ihre Sitemap bei Google eingereicht.
Auch Bing bietet eine eigene Plattform namens Bing Webmaster Tools, über die Sie sehen können, wie Ihre Website in der Suchmaschine performt. Das System ist sehr ähnlich zur Google Search Console.
Sie können Ihre Website sogar direkt aus der Search Console importieren, ohne eine zusätzliche Verifizierung durchführen zu müssen. Gehen Sie dazu auf bing.com/webmasters.
Dort finden Sie die Option, Ihre Websites aus der Google Search Console zu importieren. Klicken Sie auf „Importieren“, dann auf „Weiter“ und melden Sie sich mit dem gleichen Google Konto an, das Sie auch für die Search Console verwendet haben.
Anschliessend sehen Sie eine Liste Ihrer Websites und können die gewünschte auswählen und importieren. Wenn Sie Ihre Sitemap bereits bei Google eingereicht haben, wird sie automatisch in die Bing Webmaster Tools übernommen.
Die robots.txt Datei ist das Erste, was eine Suchmaschine prüft, wenn sie Ihre Website besucht. Bevor Google oder Bing eine Seite crawlt, schauen sie in die robots.txt Datei, um zu sehen, worauf sie zugreifen dürfen und wo wichtige Inhalte liegen.
Wenn Sie Ihre Sitemap dort eintragen, erleichtern Sie es Suchmaschinen, Ihre Seiten direkt von Anfang an zu entdecken und zu verstehen. Auch kleinere Suchmaschinen profitieren davon. Und das Einfügen dauert nur wenige Minuten.
Öffnen Sie dazu Ihren FTP Client und gehen Sie in das Root Verzeichnis Ihres Servers. Suchen Sie die Datei robots.txt und bearbeiten Sie sie.
Fügen Sie dann eine neue Zeile hinzu: Sitemap: gefolgt von der vollständigen URL Ihrer Sitemap.
Speichern Sie die Datei und laden Sie sie wieder auf den Server. Öffnen Sie anschliessend die robots.txt in Ihrem Browser, um zu prüfen, ob die Sitemap korrekt eingetragen ist.
Prüfen Sie abschliessend die URL Ihrer Sitemap im Browser, um sicherzustellen, dass sie korrekt hinterlegt ist.
HTML Sitemaps unterscheiden sich deutlich von XML Sitemaps. Statt einer versteckten Datei für Suchmaschinen ist eine HTML Sitemap eine normale Seite, die auch von Nutzern aufgerufen werden kann.
Wie eine XML Sitemap enthält sie Links zu allen Seiten Ihrer Website, wird aber meist im Footer verlinkt, sodass Besucher sie nutzen können, um sich auf Ihrer Website zurechtzufinden.
Aus Sicht der Suchmaschinen ist sie ebenfalls hilfreich, da sie die Struktur Ihrer Website unterstützt und es Crawlern erleichtert, sich durch Ihre Seiten zu bewegen.
Auch HTML Sitemaps können statisch oder dynamisch sein. Wenn Ihre Website auf einem CMS basiert, gibt es oft Plugins oder individuelle Lösungen, um diese automatisch zu erstellen.
Wenn Ihre Website statisch ist, müssen Sie eine HTML Sitemap manuell erstellen und bei jeder Änderung aktualisieren.
Wichtig ist, dass es sich nicht um eine Entweder Oder Entscheidung handelt. XML Sitemaps und HTML Sitemaps erfüllen unterschiedliche Zwecke, und es gibt keinen Nachteil, beide zu nutzen.
Wenn Sie beide einsetzen, erleichtern Sie es sowohl Suchmaschinen als auch Nutzern, Ihre Website zu verstehen und zu navigieren.
Nachdem wir nun die wichtigsten Wege behandelt haben, wie Seiten gefunden und für die Suchergebnisse vorbereitet werden, geht es in der nächsten Lektion um die Website Struktur und darum, wie eine saubere Organisation Ihrer Seiten sowohl Nutzern als auch Suchmaschinen hilft, Ihre Website besser zu verstehen.